Annahmen sichtbar machen und prüfen
Jede Einschätzung eines Unternehmens oder eines Marktes basiert auf Annahmen – über zukünftige Entwicklungen, über Zusammenhänge, über die Verlässlichkeit von Informationen. Diese Annahmen sind oft implizit und werden nicht hinterfragt. Das ist ein Risiko: Wenn eine Annahme falsch ist, ist es die darauf aufbauende Analyse ebenfalls.
Ein hilfreicher Ansatz ist, die eigenen Annahmen explizit aufzuschreiben und dann gezielt nach Gegenargumenten zu suchen. Was müsste zutreffen, damit Ihre Einschätzung richtig ist? Was würde sie widerlegen? Diese Fragen machen Ihre Analyse robuster und helfen Ihnen, blinde Flecken zu erkennen, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
Szenarien entwickeln und vergleichen
Szenarioanalyse ist eine Methode, die Ihnen hilft, mit Unsicherheit strukturiert umzugehen. Statt auf eine einzige Prognose zu setzen, formulieren Sie mehrere plausible Entwicklungspfade und überlegen, was jeder davon für Ihre Analyse bedeuten würde. Das schärft Ihr Bewusstsein für die Bandbreite möglicher Entwicklungen und verhindert, dass Sie sich zu früh auf eine einzige Sichtweise festlegen.
Beim Vergleich von Szenarien ist es wichtig, die jeweiligen Annahmen klar zu benennen. Welche Bedingungen müssten erfüllt sein, damit Szenario A eintritt? Welche Faktoren würden eher auf Szenario B hindeuten? Diese Fragen machen den Vergleich konkret und nachvollziehbar – und helfen Ihnen, neue Informationen schneller einzuordnen.